Warum gehört Südtirol zu Italien?

warum gehort sudtirol zu Italien

Wohin gehört das schöne Südtirol?

Wer sich in Geographie, der Länderkunde, gut auskennt, der wird mit dem Satz antworten: Südtirol gehört zu Italien.
Wer Goethe liebt, der ja bekanntlich ein Deutscher war, der wird mit Goethes Zitat:

Alles hat hier schon mehr Kraft und Leben (…)und man glaubt wieder einmal an einen Gott“ erwidern, während der Österreicher auch nach so vielen Jahren der Abtrennung Südtirols darauf pochen wird, dass das schöne Tirol beim südlichen Nachbarn nur geliehen ist, denn es gehöre weiterhin zu Austria.

Um die Frage korrekt zu beantworten, Südtirol gehört zu Italien und es versteht seine Gäste in seinen Bann zu ziehen, sodass es sowohl die Deutschen als auch die Österreicher gerne hätten.

Goethe war bereits 1786 dort und war verzückt und verliebt in die unbändige Schönheit der Natur, die sich im im Garten Gottes bot.

Jetzt gehen wir aber jetzt etwas tiefer ins Detail und versuchen zu verstehen, warum gehört Südtirol zu Italien.


Sind die Südtiroler Deutsche?

Die Südtiroler, ein einfaches Volk, das sich aus Bauern zusammensetzte, kann auf sprachliche Einflüsse des Ladinischen, des Italienischen und des Deutschen verweisen, die sich in einem Dialekt widerspiegeln, den Ortsunkundige nur schwer verstehen.

Man kann sie weder als Deutsche noch als Italiener oder Österreicher bezeichnen, denn zu gemischt erweist sich dieses Völkchen aus den südlichen Ausläufern der Alpen.

Sie vereinen die Tüchtigkeit des Mitteleuropäers mit dem Dolce Vita der Südeuropäer und das in einer Landschaft, die so schön ist, dass sie einem Bildnis gleicht. Zu schön, um wahr zu sein, könnte einem über die Lippen kommen.
In Wahrheit sind die Südtiroler aus vollstem herzen Tiroler und Tirolerinnen, deren Herzen für ihr Land brennen.


Können Südtiroler Italienisch?

Ja, denn die Südtiroler lernen schon von klein auf beide Sprachen. Sieht man die Straßenbeschilderung, so sind alle zweisprachig. Die Kinder profitieren von der Tatsache, zweisprachig aufzuwachsen, da ihnen sehr viele Möglichkeiten offenstehen.

Heute sieht niemand mehr das Trennende zwischen den Italienern und den Südtirolern, sondern man versucht sich sinnvoll zu ergänzen. So sind es nicht wenige Wintersportler im Leistungsbereich, die einen deutschsprachigen Background haben, die aber die Medaillen für Italien gewinnen.

Am Akzent und am deutschen Namen kann man die Zugehörigkeit zu den Südtiroler festmachen, jedoch werden diese Helden und Heldinnen des Sports überall in Italien sehr geschätzt.

Mittlerweile gibt es sehr viele Familien, die durch gemischte Beziehungen zur Verbesserung der Regionen ihren Beitrag geleistet haben.

Diese Vermischung hat auch wirtschaftlich Früchte getragen, denn diese region stellt in Italien eine der wirtschaftlich erfolgreichsten dar.


Wie sind die Südtiroler?

Wie sieht nun das Wesen des typischen Südtirolers oder der typischen Südtirolerin aus?

Schließlich handelt es sich um Menschen, die aus dem Gebirge stammen, wo die Lebensbedingungen früher nicht leicht waren. Der Bergmensch lebt nun mal anders als der, der aus der Ebene oder vom Meer kommt.

Der Südtiroler oder die Südtirolerin ist stolz auf sein Land, trägt dieses immer in seinem Herzen und hält viel auf Traditionen.

warum gehört Südtirol zu Italien

Durch die Nähe zum Meer, das man schon an seinem Duft, den es bis in die weiten Höhen des südlichen Tirols verströmt, erahnen kann, im Zusammenspiel mit den alpinen klimatischen Bedingungen ergibt sich ein ganz spezielles Flair, das diesen Landstrich im Einflussbereich Italiens und Österreichs zu etwas ganz Besonderem macht.

Und genauso besonders und speziell sind seine Menschen. Wie oben bereits erwähnt, gelingt es den Südtirolern und Südtirolerinnen, die Leichtigkeit des Südens mit der Gewissenhaftigkeit des Nordens perfekt in Einklang zu bringen.
Das Resultat kann sich sehen lassen, eine florierende Tourismuswirtschaft, ein Wein, der erstklassig mundet und Wirtschaftsdaten, die gern alle hätten.

Den Südtiroler und die Südtirolerin kann man auch auf jeden Fall als glücklich bezeichnen, denn sie sind sich ihres Glücks bewusst, gerade auf diesem schönen Fleckchen Erde das Licht der Welt erblickt zu haben und fühlen sich wie im Paradies, denn die üppige Natur scheint der Garten Eden.


Siehe auch:


Wann wurde der südliche Teil Tirols von Österreich getrennt?

Die Geschichte dieses Landes war turbulent und gekennzeichnet von einem Hin und Her der Mächtigen.
Im Jahre 1363 überließ die bekannte Margarete Maultasch Südtirol und Trentino, mit dem Namen Grafschaft Tirol, die erst 100 Jahre zuvor sich aus dem Herzogtum Bayern gelöst hatten, den Habsburgern. Diese behielten sich das Land für immerhin 550 Jahre.

Das wunderschöne Stückchen Land verfügte immer schon über eine strategische Bedeutung, die es für alle umliegenden Länder interessant und begehrenswert machten.

So verlief durch das Pustertal die Route zwischen Wien und Mailand. Der Brenner in seiner Funktion als Pass über die Alpen stellte seit ewigen Zeiten eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung dar, die sich für jede Macht als sehr interessant erwies.

Außerdem finden sich in der Erde Südtirols Bodenschätze wie Salz, Kupfer oder Silber, die es noch erstrebenswerter machten, dieses Gebiet zu besitzen.

1805 verloren die Habsburger durch eine Niederlage in den Napoleonischen Kriegen das Land erneut an die Bayern. 1809 kam es zu dem berühmten Aufstand des Nationalhelden Andreas Hofer, der zu Mantua getötet wurde.1814 war es wieder bei Österreich.

Als das große Habsburgerreich der Österreicher nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel, okkupierten italienische Soldaten Südtirol. Mit dem Vertrag von Saint-Germain war es besiegelt, das Land kam zu Italien.


Wann wurde das südliche Tirol im Norden Italiens autonom?

Nachdem die Südtiroler nun eine sehr schreckliche Zeit erlebten und eine starke Repression ab dem Jahre 1922 unter dem Einfluss der Faschisten zu spüren war, offerierten Hitler und Musolini der Bevölkerung eine Umsiedelung ins Deutsche Reich an.

Denn in Italien war es nun verboten, Deutsch oder Ladinisch als Sprache zu benutzen und Südtirol stand unter Militärprotektorat.

Ungefähr 75 000 Südtiroler zog es in deutsche Gefilde, um dann nach dem Krieg wieder zurückzukehren.

Im Pariser Vertrag von 1946 wurden die Südtiroler unter österreichische Schutzmacht gestellt und erhielten Autonomie.
Doch im Land selbst formierte sich Widerstand gegen die ungeliebten Italiener.

So war doch das Land seit den Faschisten von Italienern bevölkert worden, die den deutschsprachigen Norden italianisieren sollten.

In den 60er Jahren entwickelte sich eine terroristische Bewegung, die auch Todesopfer forderte.
Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und es herrscht ein friedliches Miteinander zwischen Italienern und Südtirolern.

Südtirol gehört zu Italien und bereichert dieses mit einer sehr gut funktionierenden Wirtschaft und alpiner Schönheit.


Fabrizio

Liebhaber von Deutschland und Einwohner von Südtirol

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